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29. Mai 2020
Wahlkreis

Info-Post 7/20: Die Kon­junk­tur in Schwung brin­gen

Info-Post 7/20: Die Kon­junk­tur in Schwung brin­gen
29. Mai 2020
Wahlkreis

 

Lie­be Genos­sin­nen und Genos­sen,
lie­be Freun­de,

wäh­rend der SPD-Plan zur Kon­junk­tur­be­le­bung einen Kin­der­bo­nus, die Ent­las­tung der Kom­mu­nen, ei-ne Ver­län­ge­rung des Kurz­ar­bei­ter­gel­des und wei­te­re Hil­fen für beson­ders betrof­fe­ne Unter­neh­men beinhal­tet, kommt die CDU mit der Absen­kung des Min­dest­lohns und der Abschaf­fung des Solis für Rei­che um die Ecke.

Nicht nur wir fan­den das unfass­bar – auch die CDU-Vor­sit­zen­de ruder­te schnell zurück. Dar­an zeigt sich aber doch, wie unter­schied­lich die Ideo­lo­gien der Frak­tio­nen sind und wie gut es ist, dass Sozis in der Regie­rung sind. Das soll­ten wir nach außen an die­sem Bei­spiel auch deut­lich machen.

Bei man­chen Din­gen haben wir aber auch Fort­schrit­te erzielt, z. B. beim Aus­bau von rege­ne­ra­ti­ven Ener­gien. Dazu und über ande­re beschlos­se­ne The­men berich­te ich euch im Wei­te­ren.

Frei­wil­li­ge Gut­schei­ne für Rei­sen

Kei­ne Fra­ge: Die Maß­nah­men gegen Coro­na tref­fen die Rei­se­bran­che beson­ders stark. Rei­se­ver­an­stal­ter gera­ten in finan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten und Rei­se­bü­ros droht der Ver­lust der Pro­vi­si­on von bereits ver­mit­tel­ten Urlau­ben.

Wir wol­len hel­fen, aber auch die Rech­te der Ver­brau­cher schüt­zen. Die nun gefun­de­ne Lösung berück­sich­tigt bei­de Sei­ten: Rei­se­ver­an­stal­ter kön­nen ihren Kun­den bis Ende 2021 Gut­schei­ne anbie­ten. Es steht jedem frei, einen Gut­schein zu neh­men oder sich das Geld aus­zah­len zu las­sen. Doch jede Ent­schei­dung für einen Gut­schein ist ein Bei­trag zum Erhalt des viel­fäl­ti­gen Rei­se­sek­tors. Ich hof­fe, dass vie­le Kun­den ihn anneh­men und so mit­hel­fen, Insol­ven­zen zu ver­hin­dern. Ein Risi­ko gibt es für die Kun­den nicht: Der Staat sichert die Gut­schei­ne zu 100 % ab!

Unab­hän­gig von der Gut­schein­lö­sung müs­sen wei­te­re finan­zi­el­le Unter­stüt­zungs­maß­nah­men gera­de für die Rei­se­bü­ros fol­gen.

Fami­li­en stär­ken

Beim Zusam­men­tref­fen des Koali­ti­ons­aus­schus­ses in der nächs­ten Woche wird auch das The­ma Fami­li­en auf der Tages­ord­nung ste­hen: Einer­seits wegen Coro­na, denn gera­de Eltern mit klei­nen Kin-dern sind in der Kri­se am Limit. Eine Opti­on, die wir daher dis­ku­tie­ren, ist ein Bonus in Höhe von 300 Euro, der für jedes Kind gewährt und nicht auf wei­te­re sozia­le Leis­tun­gen ange­rech­net wird. Das zusätz­li­che Geld soll Men­schen in schwie­ri­gen Zei­ten etwas hel­fen, aber auch den Kon­sum anre­gen und damit die Kon­junk­tur wie­der in Schwung brin­gen.

Aber auch unab­hän­gig von Coro­na sind wir aktiv. Wir wol­len ein Kon­zept auf den Weg brin­gen, das noch von unse­rer ehe­ma­li­gen Fami­li­en­mi­nis­te­rin Manue­la Schwe­sig erar­bei­tet wur­de. Die „Fami­li­en­ar­beits­zeit“ sieht vor, Eltern, die ihre Arbeits­zeit zu Guns­ten von Kin­dern in der Fami­lie part­ner­schaft­lich redu­zie­ren, 150 Euro monat­lich zu gewäh­ren.

Schon vom Kabi­nett beschlos­sen ist hin­ge­gen eine ande­re Ver­bes­se­rung: Die Lohn­er­satz­zah­lun­gen für Eltern, die nicht arbei­ten kön­nen, weil Kita oder Schu­le geschlos­sen sind, wer­den aus­ge­wei­tet. Sie sind nun für 10 statt wie bis­her 6 Wochen mög­lich, für Allein­er­zie­hen­de 20 Wochen.

Aus­bil­dung sichern

Heu­te Azu­bi, mor­gen Fach­kraft! Auch in Kri­sen­zei­ten muss es mög­lich sein, Aus­bil­dun­gen fort­zu­set­zen und abzu­schlie­ßen. Die Coro­na-Kri­se darf den Fach­kräf­te­man­gel nicht noch ver­schär­fen. Des­halb hat die Alli­anz für Aus- und Wei­ter­bil­dung – bestehend aus Bund, Län­dern, Wirt­schaft und Gewerk­schaf­ten – gemein­sam mit der Bun­des­agen­tur für Arbeit Maß­nah­men ver­ein­bart.

Betrie­be, die Azu­bis von insol­ven­ten Fir­men über­neh­men, erhal­ten künf­tig eine staat­li­che Prä­mie. Sie soll zunächst bis Ende des Jah­res gel­ten, die genaue Höhe wird aktu­ell noch ver­han­delt. Zudem gibt es Ver­bes­se­run­gen und Digi­ta­li­sie­rung der Bera­tungs­mög­lich­kei­ten.

Kom­mu­nen unter­stüt­zen

Die Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Kri­se tref­fen die Kom­mu­nen beson­ders hart: Gewer­be­steu­er­ein­nah­men bre­chen weg, die Aus­ga­ben für Sozi­al­leis­tun­gen stei­gen. Wenn wir die Kom­mu­nen allein las­sen, bleibt ihnen kei­ne ande­re Mög­lich­keit, als den Rot­stift anzu­set­zen: bei Kitas und Schu­len, Stra­ßen o‑der Schwimm­bä­dern. Das dür­fen wir nicht zulas­sen!

Unser Finanz­mi­nis­ter Olaf Scholz hat einen Lösungs­vor­schlag erar­bei­tet: Bund und Län­der erset­zen den Kom­mu­nen je zur Hälf­te die Coro­na-beding­ten Aus­fäl­le der Gewer­be­steu­er. Das wäre kurz­fris­tig eine enor­me Hil­fe!

Eine hohe Ver­schul­dung, vor allem durch Kas­sen­kre­di­te, ist für vie­le Kom­mu­nen aber ein chro­ni­scher Zustand – gera­de im Ruhr­ge­biet ken­nen wir die­se Pro­ble­ma­tik nur zu gut. Daher sieht Olafs Kon­zept auch eine ein­ma­li­ge Ent­schul­dung der am stärks­ten ver­schul­de­ten Kom­mu­nen vor. Bund und Län­der sol­len jeweils 50 Pro­zent der lang­fris­ti­gen Kas­sen­kre­di­te über­neh­men. Ein sol­cher Alt­schul­den­fonds wäre ein Mei­len­stein für das Ruhr­ge­biet und wür­de vie­le Städ­te und Gemein­den wie­der deut­lich grö­ße­re Spiel­räu­me bei der Gestal­tung der Zukunft ermög­li­chen.

Ver­schär­fung des Tabak­wer­be­ver­bots

Tabak­wer­bung ist in Deutsch­land bereits an vie­len Stel­len ver­bo­ten und das ist auch gut so. Auf Pla­ka­ten und im Kino ist sie aber noch erlaubt. Das ändern wir, um die Rau­cher­quo­te wei­ter zu sen­ken und beson­ders die jun­gen Men­schen zu schüt­zen.

Heu­te haben wir ein Gesetz in den Bun­des­tag ein­ge­bracht, das Ver­schär­fun­gen vor­sieht: Ab 2022 wird Außen­re­kla­me für Ziga­ret­ten ver­bo­ten. Im Kino darf Tabak­wer­bung bereits ab 2021 nur noch bei Fil­men ab 18 Jah­ren gezeigt wer­den. Das Ver­bot umfasst auch das kos­ten­lo­se Ver­tei­len von Tabak­pro­duk­ten (ab 2021) sowie die Wer­bung für Tabak­er­hit­zer und E‑Zigaretten (schritt­wei­se ab 2023). Ein wich­ti­ger Schritt für mehr Gesund­heits­schutz!

Erneu­er­ba­re Ener­gien aus­bau­en

Ein zen­tra­ler Bestand­teil unse­res Kli­ma­schutz­plans ist der wei­te­re Aus­bau der Erneu­er­ba­ren Ener­gien. Unser Strom wird in den letz­ten Jah­ren bestän­dig grü­ner: Der Anteil von Wind­ener­gie, Solar­ener­gie und Co. stieg von etwa 6 % im Jahr 2000 auf über 40 % in 2019 – das Zwi­schen­ziel für die­ses Jahr ist damit bereits über­trof­fen. Es wäre jedoch ein gro­ßer Feh­ler, uns auf die­sen Erfol­gen aus­zu­ru­hen. Denn um unse­re Kli­ma­zie­le zu errei­chen, müs­sen wir bis 2030 auf 65 % kom­men. Das ist noch ein wei­ter Weg und dafür sind poli­ti­sche Ände­run­gen nötig, damit der Aus­bau nicht ins Sto­cken gerät.

Daher sind zwei Ent­schei­dun­gen der letz­ten Wochen beson­ders wich­tig: End­lich wur­de bei der Fra­ge des Min­dest­ab­stands von Wohn­häu­sern zu Wind­rä­dern eine Eini­gung gefun­den. Län­der kön­nen künf­tig einen Min­dest­ab­stand von 1.000 Metern fest­le­gen – dür­fen die­sen aber auch unter­schrei­ten. Die SPD konn­te sich hier durch­set­zen, nach Vor­stel­lun­gen der CDU hät­te es einen bun­des­ein­heit­li­chen Min­dest­ab­stand gege­ben. Wir sind opti­mis­tisch, dass die neue Lösung nun den Bau von Wind­rä­dern vie­ler­orts wie­der attrak­ti­ver macht.

Die zwei­te Ent­schei­dung betrifft die Solar­ener­gie: Über das Erneu­er­ba­re-Ener­gien-Gesetz (EEG) wird der Aus­bau von Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen finan­zi­ell geför­dert. Bis­lang aller­dings nur bis zu einer be-stimm­ten Kapa­zi­täts­gren­ze, die in die­sem Jahr wahr­schein­lich erreicht wird – der Aus­bau wür­de dadurch aus­ge­bremst. Die­se Gren­ze („Solar­de­ckel“) wird nun abge­schafft!

Schub für Sozia­le Inno­va­tio­nen und Sozi­al­un­ter­neh­men

Es ist ein The­ma, das mir beson­ders am Her­zen liegt: Sozia­le Inno­va­tio­nen und Sozi­al­un­ter­neh­men. Als zustän­di­ge Bericht­erstat­te­rin habe ich die letz­ten Wochen inten­siv an einem Antrag gear­bei­tet, der heu­te end­lich vom Bun­des­tag beschlos­sen wur­de.

Wor­um geht es? Sozia­le Inno­va­tio­nen bie­ten Lösun­gen für sozia­le, öko­lo­gi­sche und auch öko­no­mi­sche Her­aus­for­de­run­gen. Sozi­al­un­ter­neh­men ver­su­chen, unser Ver­pa­ckungs­pro­blem oder die Fra­ge, wie Men­schen bei einem Herz­in­farkt schnell gehol­fen wer­den kann, zu lösen. Sie möch­ten Pro­ble­me im Sin­ne der Gesell­schaft ange­hen, die Devi­se dabei: Gemein­wohl kommt vor Gewinn.

Ein gro­ßes Pro­blem ist aller­dings, dass Sozi­al­un­ter­neh­men zu wenig geför­dert wer­den – und das, ob-wohl sie einen so gro­ßen Nut­zen haben! Vie­le För­der­pro­gram­me sind in der Theo­rie zwar für die­se Unter­neh­men geöff­net, aber prak­tisch haben sie kei­nen Zugang. Wir wol­len das vor allem mit zwei Maß­nah­men ändern: Zunächst braucht es eine Defi­ni­ti­on von Sozi­al­un­ter­neh­men, die für mehr Klar­heit sorgt. In einem zwei­ten Schritt müs­sen dann alle Pro­gram­me auf ihre Wirk­sam­keit für die­se Grup­pe über­prüft wer­den.

Aus­blick

Die­se Woche war von vie­len Dis­kus­sio­nen geprägt, wie wir Deutsch­land am bes­ten aus der Kri­se füh-ren. Es war span­nend, denn wir spra­chen mit vie­len Öko­no­men sowie Gewerk­schafts­ver­tre­tern und natür­lich mit Betrof­fe­nen. Auch auf Par­tei­ebe­ne war ich beim Bran­chen­dia­log dabei. Wie so häu­fig in der Poli­tik wird die Lösung eine Schnitt­men­ge aus den unter­schied­li­chen Ansät­zen sein. Trotz­dem wird sie gut durch­dacht und wirk­sam sein.

Jetzt freue ich mich auf das Wochen­en­de. Im Moment fah­re ich häu­fig mit dem Fahr­rad durch den Wahl­kreis, den ein oder ande­ren habe ich bereits getrof­fen. Hal­tet Aus­schau nach mir und mei­nem hell­grü­nen Hol­land­fahr­rad!

Ich wün­sche euch fro­he Pfings­ten!

Eure
Sabine

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